SOUTACHE - Liebe!

Aus seidigen Textilbändern entstehen traumhafte, phantasievolle Statement-Ohrringe. Dieser Ohrschmuck ist nicht nur extravagant und ausgefallen, sondern gleichzeitig wunderbar leicht, weil das Material nur ein paar Gramm wiegt.

Bei der Soutache-Technik werden mehrere Lagen von buntem Soutache-Band miteinander vernäht. So entsteht eine dekorative Bordüre (auch Posament genannt), die als Zierde an Kleidung oder Accessoires angebracht werden kann. Früher wurden für die Herstellung vor allem Soutache-Bänder aus Seide und Wolle verwendet, heute sind auch Bänder aus Kunstseide oder Baumwolle erhältlich. Die Bänder variieren in Dicke und Farben, so dass es unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten gibt.

Bei der Anfertigung unserer Soutache-Ohrringe wird nur Nadel und Faden verwendet, um die einzelnen Bänder miteinander zu vernähen. Es gibt auch die Möglichkeit, die Bänder und Steine miteinander zu verkleben, aber das macht die Ohrringe steif und unschön. Die Methode mit Nadel und Faden ist zwar aufwendiger, aber das Ergebnis ist jede Mühe wert.

Soutache heute

Noch heute findet Soutache sich immer noch auf Militär- und Polizeiuniformen, in der Folklore, aber auch auf religiösen Regalien, auf Wohnaccessoires und vielem mehr. Nicht zuletzt hat Soutache schließlich auch den Sprung in die High Fashion geschafft und verziert beispielsweise kunstvolle Braut- und Galaroben von Topdesignern.

Die Anwendung der Technik zur Herstellung von Schmuckstücken noch ein recht neues Phänomen. Erst seit den 1980er Jahren wurde die Soutache-Technik mehr und mehr auch für die Fertigung von Schmuck entdeckt. Vorreiterin ist die israelische Designerin Dori Csengeri.

Mit dem Material der Soutache-Seide lassen sich prachtvolle Schmuckstücke fertigen. Ob Ohrringe, Colliers, Broschen oder Armschmuck: In hohem Arbeitsaufwand entstehen wunderschöne und exklusive Stücke. Mit Geduld und dem nötigen Geschick lassen sich mit den bunten Soutache-Bändern und weiteren „Zutaten“ wie Schmucksteinen, Süßwasserperlen und Rocailles-Perlen aus Glas wunderschöne und exklusive Kreationen schaffen.

URSPRUNG: Soutache ist eine sehr alte Technik und wurde ursprünglich genutzt, um Nähte an Kleidungsstücken zu verdecken. Ausgehend von dieser recht zweckgebundenen Nutzung hat sich mit der Zeit auch der Gebrauch zu Dekorationszwecken entwickelt. So wurden zum Beispiel militärische Uniformen jahrhundertelang mit metallisch glitzernden Applikationen versehen. Diese dienten als Dekor, vor allem aber auch, um den Rang des jeweiligen Trägers anzuzeigen.

Man nimmt an, dass der Begriff Soutache um 1850 in Frankreich aufkam und sich vom Magyarischen sujtás ableitet. So werden die kunstvollen seidenem Bortenbesätze auf Ärmeln und Hosen der ungarischen Nationaltracht bezeichnet. Sehr populär waren dekorative Soutache-Elemente aber auch zur Verschönerung von prunkvollen Roben im viktorianischen England. Ähnliche Bordüren zieren außerdem auch häufig traditionelle Kleidungsstücke aus dem osteuropäischen und russischen Raum, sowie aus Marokko und Mexico (etwa die phantastisch-bunten Kleider der mexikanischen Mariachi-Musikanten).